Infos zum Lauf
LIWA-LaufEvent bietet 5 Strecken von 7 bis 42 km, am 18. April 2027 in Lichtenwald.
| Strecke | Distanz |
|---|---|
| 7 km | 7 km |
| 9 km | 9 km |
| 10 km | 10 km |
| 21 km | 21 km |
| 42 km | 42 km |
Der LIWA-LaufEvent in Lichtenwald ist ein Laufevent mit Herz: familiäre Organisation, begeisterte Helfer, aber sportlich anspruchsvolle Strecken. Zwischen Fils und Rems, im Schurwald, warten auf Sie wellige Profile, lange Anstiege und ein Mix aus Asphalt, befestigten Wegen und Schotterpfaden – ideal, wenn Sie gerne „ehrliche“ Rennen laufen.
Damit Sie diesen Tag genießen können, braucht es mehr als gute Vorsätze. Es braucht eine saubere Vorbereitung, abgestimmt auf Strecke, Profil und Ihre aktuelle Form.
LIWA-LaufEvent Strecke: Profil, Untergrund, Schlüsselstellen
Start und Ziel aller Läufe liegen in Lichtenwald-Hegenlohe, am Bürgerzentrum bzw. an der Mehrzweckhalle. Danach geht es schnell hinaus in die ruhigen Wälder des Schurwalds. Die Landschaft ist schön – aber lauftechnisch fordernd.
- Untergrund: Mischung aus Asphalt, befestigten Feldwegen und geschotterten Waldwegen. Das bedeutet: wechselnde Griffigkeit, leichte Rutschgefahr bei Nässe, aber laufbare Wege ohne technische Trailpassagen.
- Profil Halbmarathon: laut Veranstalterverlauf überwiegend wellig; der Mittelteil ab etwa km 10 steigt stetig an, bis um ca. km 13 die entscheidende Kuppe erreicht ist, danach geht es leicht wellig weiter.
- Profil Marathon: rund um 650–700 Höhenmeter, damit klar kein flacher Stadtmarathon. Die ersten rund 20 km verlaufen gemeinsam mit dem Halbmarathon, dann folgt eine zweite, nochmals anspruchsvolle Schleife mit Abstieg ins Tal und Rückanstieg über die umliegenden Orte Baltmannsweiler und Hohengehren.
- Landschaft und Orientierung: Sie laufen durch Filstal und Reichenbachtal, orientieren sich immer wieder am markanten Wasserturm in Lichtenwald-Thomashardt mit seinem Fliesen-Mosaik.
Was heißt das für Sie? Der LIWA-LaufEvent ist laufbar, aber nicht „flach und locker“. Die Anstiege kommen insbesondere auf Halbmarathon und Marathon in Blöcken, nicht als kurze Wellen. Wer sein Tempo zu optimistisch anlegt, bezahlt später.
LIWA-LaufEvent vorbereiten: Strategie je nach Distanz
Die offiziellen Wettkämpfe über 7 km, 9 km, 10 km, 21 km und 42 km verlangen unterschiedliche Schwerpunkte in der Vorbereitung. Gleichzeitig gilt für alle: Pacing, Bergkompetenz und stabile Muskulatur entscheiden über Ihr Erlebnis im Schurwald.
7 km Lauf – Einstieg mit Punch
Die 7 km sind perfekt für Einsteigerinnen und Einsteiger oder als schneller Formtest. Hier zählt:
- Tempohärte entwickeln: 1–2 Einheiten pro Woche im Bereich zwischen 5-km- und 10-km-Renntempo (z.B. 6 × 3 Minuten zügig mit 2 Minuten Trabpause).
- Wellen simulieren: Suchen Sie sich wellige Strecken, laufen Sie bewusst mit gleichbleibender Anstrengung statt mit gleichbleibendem Tempo.
- Kraftausdauer: kurze Berganläufe (10–20 Sekunden) mit guter Technik, bergab locker und kontrolliert.
10 km Lauf – kontrolliert schnell, nicht überpacen
Die 10 km führen durch beide Ortsteile und nutzen Teile der Profilierung des Events. Sie sollten:
- Tempodauerläufe im Bereich knapp unter Ihrer 10-km-Wettkampfallure einbauen (z.B. 20–30 Minuten zügig).
- Schwellenintervalle (z.B. 4 × 8 Minuten im Marathon- bis Halbmarathon-Tempo) auf welligen Strecken laufen, um an die wechselnden Höhenprofile zu gewöhnen.
- Abwärtslauf üben: kontrolliert, mit hoher Schrittfrequenz, um Muskulatur und Gelenke an die Belastung bergab zu gewöhnen.
9 km Nordic Walking – Technik schlägt rohe Kraft
Auf der 9-km-Nordic-Walking-Strecke ist saubere Technik wichtig. Arbeiten Sie im Training an:
- Stockeinsatz: aktiver Abdruck, Arme nach hinten führen, nicht nach oben.
- Bergauf-Praxis: kürzere Schritte, leicht nach vorne geneigt, Hände vor dem Körper führen.
- Rhythmuswechsel: auf Wellen das Tempo variieren, aber die Technik stabil halten.
Halbmarathon – der lange Anstieg ab km 10
Der Halbmarathon ist das Herzstück des LIWA-LaufEvent. Landschaftlich großartig, aber mit einem klaren Schlüsselabschnitt: ab km 10 ein längerer, stetiger Anstieg bis etwa km 13.
- Langläufe von 18–22 km mit welligem Profil sind Pflicht, mindestens alle 1–2 Wochen.
- Bergintervalle: z.B. 5–8 × 3–4 Minuten bergauf im Bereich knapp unter Wettkampfanstrengung, bergab locker traben.
- Schwellentraining (z.B. 3 × 10 Minuten im geplanten Halbmarathon-Tempo) hilft, den Anstieg nicht als „Wand“ zu erleben.
- Pacing-Regel: bis km 10 bewusst etwas unter Zieltempo bleiben, dann den Anstieg in kontrollierter Anstrengung laufen (gefühlt ca. Halbmarathon-Intensität), oben nicht „explodieren“, sondern erst nach einer kurzen Erholungsphase wieder anziehen.
Marathon – 42 km mit Profil, keine Flachstrecke
Der LIWA-Marathon ist seit 2017 Teil des Events und mit rund 650–700 Höhenmetern ein fordernder Landschaftsmarathon. Die zweite Streckenhälfte bringt den langen Abstieg ins Reichenbachtal und anschließenden Wiederanstieg über Baltmannsweiler und Hohengehren zurück nach Lichtenwald.
- Lange Läufe bis 30–34 km, regelmäßig auf profilierten Strecken, sind der Eckpfeiler Ihrer Vorbereitung.
- Back-to-back-Einheiten: z.B. Samstag 18–22 km locker, Sonntag 12–16 km locker bis zügig – das schult Ermüdungsresistenz.
- Bergmarathon-spezifisch: kombinierte Einheiten wie 3 × (5 km locker + 1 km bergan zügig), um Rhythmuswechsel zu trainieren.
- Bergab-Härtung: auf den langen Abstiegen nicht bremsen, sondern mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper, aktivem Fußaufsatz und hoher Frequenz laufen.
- Pacing: erste Hälfte bewusst konservativ – wenn sich die Halbmarathon-Marke zu leicht anfühlt, treffen Sie meist genau die richtige Seite. Die zweite Hälfte in Lichtenwald „gewinnt“ man bergauf und bergab, nicht auf den ersten flachen Kilometern.
Der Marathon hat ein offizielles Zeitlimit von 6:30 Stunden. Zielschluss für alle Läufe ist 15:45 Uhr. Das gibt Ihnen genügend Puffer, setzt aber eine kontinuierliche, wenn auch ruhige Bewegung voraus.
Planung der Vorbereitung und persönlicher Trainingsplan für den LIWA-LaufEvent
Wie Sie den LIWA-LaufEvent vorbereiten, hängt von Ihrer Ausgangslage ab – aber ein paar Prinzipien gelten immer:
- Trainingshäufigkeit: 3 Einheiten pro Woche können für 7–10 km reichen; für Halbmarathon und Marathon sind 4–5 Läufe pro Woche ideal.
- Struktur: 1 langer Lauf, 1 Qualitäts-Einheit (Tempo oder Berg), 1–3 ruhige Läufe zur Grundlagenarbeit.
- Periodisierung: 2–3 Aufbauwochen, dann 1 Entlastungswoche – so verarbeiten Sie Reize besser und minimieren Verletzungsrisiko.
- Frauen-spezifisch: Passen Sie hohe Intensitäten an Zyklusphasen an. In der zweiten Zyklushälfte profitieren viele Läuferinnen von Fokus auf Technik, Kraft und längeren, ruhigen Läufen, während in der frühen Zyklusphase härtere Tempoeinheiten oft leichter fallen.
Ein individueller Trainingsplan für den LIWA-LaufEvent berücksichtigt genau diese Faktoren: Ihr Niveau, Ihr Ziel (Finish, Bestzeit, Podium) und Ihre verfügbare Zeit. Er legt fest, wann Sie Tempotraining, wann Sie Bergarbeit und wann Sie Erholung brauchen.
Erstelle deinen persönlichen Trainingsplan
In 60 Sekunden erhältst du einen Plan, der zu deinem Niveau, deinem Ziel und dem besonderen Gelände dieses Laufs passt.
Planen Sie Ihre letzten 8–12 Wochen vor dem LIWA-LaufEvent rückwärts: markieren Sie den Wettkampftag, legen Sie 1–2 Tapering-Wochen davor (Reduktion des Umfangs um 30–50 %, Erhalt von etwas Intensität) und bauen Sie dann die entscheidenden Schlüsselwochen ein, in denen Lange Läufe und spezifische Tempoeinheiten im Fokus stehen.
Typische Schlüsseleinheiten für den LIWA-Halbmarathon:
- 1 × pro Woche: Tempodauerlauf 20–40 Minuten im Bereich knapp schneller als Marathon-Tempo.
- Alle 10–14 Tage: Langer Lauf 18–22 km mit 2–4 „Wellenblöcken“, in denen Sie bergauf bewusst aktiv und bergab kontrolliert laufen.
- Regelmäßig: Stabitraining (Rumpf, Hüfte, Fußgewölbe) 2 × pro Woche, 15–20 Minuten.
Typische Schlüsseleinheiten für den LIWA-Marathon:
- Langer Lauf von 28–34 km mit Abschnitten im geplanten Marathon-Tempo auf welligem Profil.
- Marathon-Tempoläufe wie 3 × 6–8 km im Marathon-Tempo mit kurzen Trabpausen, möglichst auf ähnlichem Untergrund wie im Schurwald.
- Bergintervalle (z.B. 6 × 5 Minuten bergauf im Bereich knapp unter Schwelle) und saubere Bergab-Passagen dazwischen.
Am Wettkampftag macht deine Ernährung den Unterschied
Vor, während und nach dem Lauf: Ein persönlicher Ernährungsplan ist ergänzend zu deinem Trainingsplan erhältlich
Wettkampftag beim LIWA-LaufEvent: Pacing, Verpflegung, Material
Pacing und Energie
- 7–10 km: nach 1–2 Kilometern einpendeln, so dass Sie noch klar sprechen, aber nicht mehr locker plaudern können. Auf den letzten 2 km dürfen Sie „zumachen“.
- Halbmarathon: starten Sie kontrolliert. Bis km 10 nie das Gefühl haben, „arbeiten“ zu müssen. Den Anstieg bis km 13 als eigenen Abschnitt sehen: gleichmäßige Anstrengung, nicht am Tempo festbeißen.
- Marathon: die ersten 10–15 km fast „zu langsam“ anlaufen. Denken Sie an die zweite Runde und den Rückweg über Baltmannsweiler/Hohengehren.
Verpflegung
Der LIWA-LaufEvent bietet unterwegs mehrere Verpflegungspunkte (Wasser, meist auch weitere Getränke, teilweise Kleinigkeiten zum Essen; Details je nach Jahr auf der Ausschreibung). Planen Sie:
- Halbmarathon: ab Minute 40–45 alle 20–30 Minuten kleine Kohlenhydratmengen (Gel, Chews) plus regelmäßig Flüssigkeit.
- Marathon: erste Energiezufuhr spätestens nach 30–35 Minuten, dann konsequent weiter. Nutzen Sie jede offizielle Verpflegung und ergänzen Sie bei Bedarf selbst.
Testen Sie alles im Training – keine neuen Gels, kein neues Getränk am Renntag.
Material und Ausrüstung
- Schuhe: neutrale Straßen- oder leichte Straßen-/Door-to-trail-Schuhe mit genügend Dämpfung für die Marathon-Distanz und ausreichend Grip für Schotterwege.
- Kleidung: Schichtenprinzip, da das Aprilwetter im Schurwald wechselhaft sein kann. Eine dünne, windabweisende Schicht ist oft Gold wert.
- Frauen: investiert in einen gut sitzenden Sport-BH, der auch in der zweiten Hälfte eines langen Rennens nicht scheuert. Im Marathon können kleine Dinge große Wirkung haben.
- Zubehör: Bei längeren Distanzen ggf. Gurt oder leichte Weste für Gels und ggf. eigene Trinkflasche, je nachdem, wie sicher Sie sich auf die offiziellen Verpflegungspunkte verlassen möchten.
LIWA-LaufEvent: Organisation und praktische Infos
Veranstalter des LIWA-LaufEvent ist der TSV Lichtenwald e.V., Halläcker 2, 73669 Lichtenwald. Alle Läufe starten am Bürgerzentrum in Lichtenwald-Hegenlohe, das Ziel liegt auf dem Sportplatz an der Mehrzweckhalle.
Rund um den Lauf sorgt die Gemeinde Lichtenwald für eine sehr persönliche, aber professionell organisierte Veranstaltung. Die Landesstraße L1151 wird am Renntag in definierten Zeitfenstern für den Verkehr gesperrt, um die Sicherheit der Läuferinnen und Läufer zu gewährleisten.
- Ort: Lichtenwald, Baden-Württemberg – etwa östlich von Stuttgart, im Schurwald gelegen.
- Familienfreundlich: Neben den Hauptläufen gibt es traditionell Bambini-, Junioren- und Schülerläufe; das schafft eine sehr dichte, motivierende Atmosphäre.
- Startunterlagen: Ausgabe an den Vortagen und am Veranstaltungstag selbst in der Mehrzweckhalle (Details je nach Jahr in der Ausschreibung).
- Aktuelle Infos: finden Sie auf der offiziellen Webseite des Veranstalters liwalauf.tsv-lichtenwald.de sowie im Veranstaltungseintrag bei ahotu.
Mit einer konsequenten, aber klug dosierten Vorbereitung, einem passenden Trainingsplan und Respekt vor den Höhenmetern wird der LIWA-LaufEvent zu genau dem, was er sein soll: ein intensiver, aber freudvoller Lauftag im Schurwald, an den Sie sich lange erinnern – wegen der Strecke, der Stimmung und dem Gefühl, in Lichtenwald alles gegeben zu haben.
Artikel von Anna Krüger, Preparun.com – Läuferin, Cross-Fan, Trail-Marathon-Finisherin.
Erstelle deinen persönlichen Trainingsplan
In 60 Sekunden erhältst du einen Plan, der zu deinem Niveau, deinem Ziel und dem besonderen Gelände dieses Laufs passt.
Gut zu wissen
Streckenprofil, Höhenmeter und Besonderheiten nach Distanz
Der LIWA-LaufEvent ist kein „flacher Durchlauferhitzer“. Sie spüren den Schurwald. Die Höhenmeter. Die langen Wellen. Genau darauf darf sich Ihr Training ausrichten.
7 km – kurzer Lauf, aber kein Spaziergang
- Charakter: wellige Profilierung, Wechsel aus Asphalt und befestigten Wegen, immer wieder kleine Anstiege.
- Belastung: eher „hart, aber kurz“ – Sie laufen viel im höheren Pulsbereich.
- Schlüsselstellen: kurze Rampen können das Tempo brechen, wenn Sie zu schnell starten; die letzten Kilometer ziehen sich leicht bergauf/wellig.
- Training im Blick: Fokus auf Tempohärte, aber immer mit ein paar Anstiegen im Training kombiniert.
9 km Nordic Walking – welliges Profil mit Stockeinsatz
- Untergrund: ähnlich wie bei den Läufen – Asphalt, Feldweg, Schotter. Bei Nässe heikel, wenn die Spitzen der Stöcke rutschen.
- Profil: keine extremen Steigungen, aber spürbare Wellen. Besonders bergauf und in langen Ziehern zeigt sich Ihre Technik.
- Belastung: konstant, ohne echte „Pausen“. Wer am Anfang zu kraftbetont geht, „verheizt“ die Arme.
- Training im Blick: Technik auf leicht hügeligen Wegen üben, vor allem bergauf und bergab mit Stöcken.
10 km – „ehrliche“ Volkslaufdistanz mit Wellen
- Charakter: klassischer, profilierter Volkslauf durch beide Ortsteile mit gut laufbaren Wegen, aber ohne „Flach-Entspannung“.
- Profil: mehrere Wellen, einige längere Steigungen, die sich im zweiten Teil bemerkbar machen.
- Belastung: kontrolliert schnell – wer die ersten 3–4 km überzieht, spürt die Höhenmeter brutal am Ende.
- Training im Blick: Tempoarbeit gezielt auf welligen Strecken planen; Bergab-Belastung nicht unterschätzen.
21 km Halbmarathon – langer Schlüsselanstieg
- Höhenmeter: moderat, aber deutlich spürbar durch den längeren Anstieg ab etwa Kilometer 10 bis rund Kilometer 13.
- Profil: davor und danach wellig, mittendrin die „lange Rampe“, die sich mental wie ein eigener Abschnitt anfühlt.
- Belastung: Sie laufen lange im Schwellenbereich – die Gefahr ist groß, den Anstieg zu aggressiv anzugehen.
- Training im Blick: lange, wellige Läufe und gezielte Bergintervalle sind Pflicht, um oben nicht „zuplatzen“.
42 km Marathon – rund 650–700 Höhenmeter Schurwald
- Höhenmeter: etwa 650–700 hm – ein klarer Landschafts- und Bergmarathon, kein Stadtmarathon.
- Streckenführung: erste Hälfte gemeinsam mit dem Halbmarathon, danach zweite Schleife mit deutlichem Abstieg ins Tal und langem Wiederanstieg via Baltmannsweiler und Hohengehren zurück nach Lichtenwald.
- Belastung: sehr wechselnd – lange Bergaufpassagen, intensive Bergab-Belastung für Oberschenkel und Unterschenkel.
- Zeitlimit: 6:30 Stunden – Sie brauchen keine Bestzeitform, aber eine stabile Grundlage und kontinuierliche Bewegung über viele Stunden.
Untergrund & Wetter: was Sie für Lichtenwald einplanen sollten
Untergrund im Schurwald
- Mischbelag: Asphalt im Bereich der Ortschaften und der Zufahrtsstraßen, dazu viele befestigte Feldwege und geschotterte Waldwege.
- Bei Regen: Schotter und Erde können schmierig werden, Pfützen bilden sich in Mulden. Griffigkeit wechselt – Sie müssen mit dem Fuß arbeiten.
- Bei Trockenheit: Staubig, kleine Steinchen. Für die Muskulatur kein Problem, aber Blasenrisiko, wenn die Schuhe reiben.
- Technik: keine technischen Trails, aber ständiger Wechsel verlangt gute Fußstabilität und einen aktiven Abdruck.
Typisches Aprilwetter im Schurwald (Region Esslingen)
- Temperaturen morgens: oft im Bereich 4–8 °C.
- Mittags: je nach Jahr 10–18 °C möglich; an sonnigen Tagen gefühlt deutlich wärmer auf den freien Feldwegen.
- Wetterwechsel: April ist launisch – Sonne, Wind, Regenschauer, alles möglich. Im Wald kühler, im offenen Feldzug windanfällig.
- Konsequenz: Sie brauchen eine flexible Kleidungstrategie – zu warm starten rächt sich schnell.
Materialempfehlungen für den LIWA-LaufEvent
Schuhe
- 7–10 km: leichte, gut gedämpfte Straßen- oder Door-to-Trail-Schuhe mit ausreichend Grip auf Schotter. Kein Minimalismus-Experiment, wenn Sie an den Untergrund nicht gewöhnt sind.
- 21 km: stabiler Trainingsschuh oder leichter Wettkampfschuh mit solider Dämpfung und guter Seitenstabilität. Die Wellen fordern den Fuß.
- 42 km: komfortabler Marathon-Schuh mit verlässlicher Dämpfung und gutem Halt im Mittelfuß. Lieber etwas mehr Schutz als zu „racespezifisch“.
- Generell: Schuhe vorher auf ähnlichem Boden testen – auch bergab. Kein neuer Schuh am Renntag.
Bekleidung
- Schichtenprinzip: Funktionsshirt + dünne, windabweisende Lage für Start und frühe Kilometer. Im Wald kann es frisch sein.
- Armlinge oder leichte Weste: besonders für Halbmarathon und Marathon sinnvoll, wenn Sie Temperaturwechsel erwarten.
- Regenoption: bei angekündigten Schauern eine sehr leichte, atmungsaktive Regenjacke einplanen – vor allem, wenn Sie länger unterwegs sind.
- Frauen: sehr gut sitzender Sport-BH, bereits in langen Trainingsläufen getestet. Scheuerstellen werden über 21 oder 42 km gnadenlos.
- Kopfbedeckung: leichte Mütze oder Stirnband bei kühlem Start; bei Sonne ein Cap gegen Blendung auf den Feldwegen.
Zusatzmaterial für längere Distanzen
- Gurt oder Laufweste: praktisch für Gels, kleine Softflasks, Salztabletten. Besonders beim Marathon empfehlenswert.
- Weiche Trinkflasche (Softflask): wenn Sie zwischen den offiziellen Verpflegungsstellen unabhängig bleiben wollen.
- Scheuerschutz: Body-Glide, Vaseline o.Ä. für Oberschenkel, Achseln, Brustwarzen, Rucksack-/Westenauflage.
- Sonnenbrille: bei sonnigem Wetter auf den offenen Passagen Gold wert – Sie entspannen die Schultern, weil Sie weniger blinzeln.
Verpflegung & Verpflegungspunkte
Offizielle Verpflegung unterwegs
- Der Veranstalter stellt auf den Strecken mehrere Verpflegungspunkte mit Wasser und weiteren Getränken, teilweise auch mit kleinen Snacks bereit (Details variieren von Jahr zu Jahr und stehen in der jeweiligen Ausschreibung).
- Verlassen Sie sich beim Halbmarathon und vor allem beim Marathon nicht nur auf „ungefähre“ Abstände – schauen Sie vorab in den offiziellen Plan und rechnen Sie grob in Minuten um.
- Die Zielverpflegung am Sportplatz ist erfahrungsgemäß umfangreich – wichtig für Ihre schnelle Regeneration.
Energie- und Trinkstrategie nach Distanz
- 7 km: in der Regel keine Energiezufuhr nötig. Ein paar Schlucke Wasser vor dem Start reichen, eventuell ein kurzer Griff zum Becher an einem Verpflegungspunkt, wenn es warm ist.
- 9 km Nordic Walking: kleine Schlucke Wasser oder isotonisches Getränk 1–2 Mal unterwegs, besonders bei wärmeren Bedingungen. Kein volles Magengefühl riskieren.
- 10 km: je nach Pace 1–2 kurze Trinkstopps. Kein Gel nötig, wenn Sie normal gefrühstückt haben und nicht deutlich über eine Stunde unterwegs sind.
- 21 km: erste Energiezufuhr nach etwa 40–45 Minuten (Gel, Chews), danach alle 20–30 Minuten kleine Portionen plus Flüssigkeit.
- 42 km: Start der Energiezufuhr spätestens nach 30–35 Minuten, dann konsequent weiter – auch wenn Sie sich noch „frisch“ fühlen. Jede offizielle Station nutzen, um Kohlenhydrate und Natrium nachzuführen.
Wichtige Trainingsregel
- Alles, was Sie beim LIWA-LaufEvent essen und trinken möchten, testen Sie vorher im Training. Gleiche Produkte. Ähnliche Intensität. Kein Experiment am Renntag.
Pacing, Cut-off und mentale Vorbereitung
Pacing und Zeitlimit
- Marathon-Cut-off: 6:30 Stunden offizielles Zeitlimit. Das entspricht grob einem Schnitt von etwa 9:15–9:20 min/km inklusive Steigungen und eventueller Gehpassagen.
- Konsequenz: Für den Marathon ist eine solide Grundlage wichtiger als brutale Geschwindigkeit. Sie sollten sich mit langen Läufen jenseits der 25 km vertraut gemacht haben.
- Für alle Distanzen: starten Sie 10–20 Sekunden pro Kilometer langsamer als Ihr „Traumtempo“. Die Wellen kommen. Die Kräfte schwinden sonst zu früh.
Mentale Schlüsselstellen
- Halbmarathon: der lange Anstieg ab km 10 – hier hilft es, gedanklich in kleinen Abschnitten zu denken („noch bis zur nächsten Kurve“, „nur noch zwei Minuten“).
- Marathon: der zweite große Anstieg nach dem Tal. Hier laufen Sie im Kopf, nicht in den Beinen. Kurze Zwischenziele, bewusst kurze Schritte, ruhige Atmung.
- 7–10 km: der Moment, in dem das Tempo weh tut und das Ziel noch nicht „ums Eck“ ist. Erinnern Sie sich daran, warum Sie in Lichtenwald stehen. Das trägt.
Spezifische Vorbereitung je Distanz – ohne fertigen Plan
7 km – Fokus auf Tempo und Technik
- Wichtig: 1 längerer Lauf pro Woche (45–60 Minuten) plus 1–2 kürzere, etwas schnellere Einheiten.
- Bergkompetenz: kurze Anstiege im Training einbauen, bewusst aufrechter Oberkörper, aktiver Armeinsatz.
- Bergab: lockere, schnelle Schritte üben, nicht „blockieren“ – das schont Knie und Oberschenkel.
9 km Nordic Walking – Technik zuerst
- Schwerpunkte: saubere Stockführung, stabile Körpermitte, ruhiger, kraftvoller Abdruck.
- Bergauf: kleinere Schritte, Oberkörper leicht nach vorn, Stöcke etwas steiler setzen.
- Bergab: Stöcke eher dämpfend einsetzen, nicht zu weit nach vorne stechen, Knie leicht gebeugt.
10 km – kontrollierte Intensität
- Kombination: ein etwas längerer Lauf (60–80 Minuten), eine Tempoeinheit auf welliger Strecke, dazu ruhige Grundlagenläufe.
- Rolle der Wellen: nicht am Tempo festbeißen, sondern an der gefühlten Anstrengung. Bergauf darf das Tempo fallen.
- Abwärtsbelastung: in den Trainingsläufen gezielt einige längere Bergab-Passagen laufen, damit sich die Muskulatur anpasst.
21 km – Halbe Distanz, volle Ernsthaftigkeit
- Lange Läufe: regelmäßig 18–22 km einplanen, möglichst mit welligem Profil.
- Bergintervalle: mittellange Anstiege (3–5 Minuten) im submaximalen Bereich trainieren, um den LIWA-Schlüsselanstieg souverän zu meistern.
- Stabilität: Rumpf, Hüfte, Füße – 2-mal pro Woche kurze Stabi-Sessions. Der Schurwald verzeiht schwache Stützmuskeln nicht.
42 km – Schurwald-Marathon-Respekt
- Lange Läufe: regelmäßig bis 30–34 km, bevorzugt mit Anstiegen und längeren Bergab-Passagen.
- Back-to-back: zwei lange Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen trainieren die Ermüdungsresistenz – ein Schlüssel für Lichtenwald.
- Bergauf & bergab: gezielte „Up-&-Down“-Einheiten planen, bei denen Sie sowohl den Auf- als auch den Abstieg aktiv laufen.
- Erholung: für Marathon und Höhenmeter unbedingt Entlastungswochen einbauen, sonst steigt das Verletzungsrisiko massiv.
Organisation, Strecke und Sicherheit – was in Ihre Planung gehört
Start- und Zielbereich
- Start: alle Läufe starten am Bürgerzentrum in Lichtenwald-Hegenlohe.
- Ziel: auf dem Sportplatz an der Mehrzweckhalle.
- Konsequenz fürs Warm-up: Sie haben befestigte Wege und ein Stadionumfeld für Ihre Einlauf-Routine – nutzen Sie das, um entspannt in Ihren Rhythmus zu finden.
Streckensperrungen und Anreiseplanung
- L1151 gesperrt: die Landesstraße L1151 von Reichenbach bis zur Kreuzung Schlichten/Büchenbronn ist am Veranstaltungstag voll gesperrt, aber für Läuferinnen, Läufer und Besucher bis zum Veranstaltungsort freigegeben.
- Planung: kalkulieren Sie Extra-Zeit für die Anfahrt ein. Die Sperrung sorgt für Sicherheit, kann aber zu geänderten Routen führen.
- Mental: Ankommen ohne Stress – je früher Sie vor Ort sind, desto ruhiger wird Ihr Start. Ihr Puls braucht nur für den Lauf hochzugehen.
Begleitung, Familie, Stimmung
- Mehrere Wettbewerbe vom Kinderlauf bis zum Marathon sorgen traditionell für viel Leben am Veranstaltungsort.
- Wenn Sie mit Familie oder Freunden anreisen, können diese Sie an Start/Ziel mehrfach sehen – das ist mental unglaublich stärkend.
- Planen Sie gemeinsam feste „Cheering-Punkte“ – ein vertrautes Gesicht im richtigen Moment kann einen zähen Abschnitt retten.
Letzte praktische Hinweise für Ihre Vorbereitung
Wie Sie Ihren Körper auf LIWA-Bedingungen einstellen
- Wellen trainieren: mindestens einmal pro Woche eine Strecke mit wechselnden Anstiegen und Gefällen laufen.
- Untergrund mischen: Teile Ihres Trainings auf Feldwegen und Waldwegen absolvieren, nicht nur auf perfektem Asphalt.
- Wetter simulieren: auch mal bei Wind, leichtem Regen oder kühleren Temperaturen trainieren – der April fragt nicht nach „Lieblingswetter“.
Was Sie in den letzten Wochen vor dem LIWA-LaufEvent im Kopf behalten
- Sie laufen gegen die Strecke, nicht gegen andere. Der Schurwald verlangt Respekt.
- Ihr Ziel darf emotional sein: erstes Finish, Bestzeit, einfach ein starker Tag. Richten Sie Ihre Vorbereitung genau darauf aus.
- Wenn Sie am Ende auf den Sportplatz einbiegen, zählen keine Splits mehr – nur das Gefühl, in Lichtenwald alles gegeben zu haben. Genau darauf trainieren Sie hin.
Erwartetes Wetter am Wettkampftag in Lichtenwald
Schätze deine Laufzeit
Fragen und Antworten
Beim LIWA-LaufEvent stehen mehrere Distanzen zur Wahl – vom Kinderlauf bis zu längeren Strecken wie Halbmarathon oder Marathon, je nach ausgeschriebener Version 2027.
Die Wege führen überwiegend auf asphaltierten Straßen und gut laufbaren Wegen rund um Lichtenwald, mit moderaten Höhenmetern und einigen Wellen statt extremer Berge.
Fragen Sie sich ehrlich: Wie weit laufen Sie aktuell problemlos? Wählen Sie eine Distanz, die zu Ihrer bisherigen Erfahrung passt, und planen Sie 12 Wochen Vorbereitung für die längeren Läufe ein.
Das LIWA-LaufEvent gilt als familienfreundlicher, aber durchaus sportlicher Laufevent mit gut organisiertem Ablauf und fairen Streckenprofilen – weder extrem flach noch alpin.
Die Herausforderung entsteht vor allem durch die Distanz, nicht durch brutalen Dennivel.
Wenn es Ihr erster Wettkampf ist, wählen Sie eine konservative Zielzeit: eher an Ihrer aktuellen Trainings-Pace als an Wunschzeiten orientiert.
Planen Sie, die erste Hälfte der Strecke leicht unter Kontrolle zu laufen und das Tempo erst danach langsam zu steigern.
Richten Sie Ihr Training an Ihrer Ziel-Distanz aus: mindestens eine wöchentliche längere Einheit (bis nah an die Wettkampfstrecke), ergänzt durch lockere Läufe und ein bis zwei Tempoeinheiten.
Nutzen Sie ein bis zwei lange Läufe im Wettkampftempo, um Ihre Zielpace zu testen.
Am Renntag starten Sie etwa 5–10 Sekunden pro Kilometer langsamer als Ihre Wunsch-Pace und beschleunigen erst, wenn Sie die Streckenhälfte souverän bewältigt haben.
Informieren Sie sich frühzeitig über Startzeiten, Ausgabe der Startunterlagen und Parkmöglichkeiten rund um Lichtenwald.
Planen Sie die Anreise so, dass Sie mindestens 60–90 Minuten vor dem Start vor Ort sind.
Laufen Sie mit gut eingelaufenen Laufschuhen, wetterangepasster Kleidung und testen Sie Gels oder Getränke bereits im Training.
Nutzen Sie die offiziellen Verpflegungspunkte für Wasser/Isotonisches und nehmen Sie bei längeren Distanzen eigene Energie (Gels, Riegel) mit, die Sie gut vertragen.
Auf preparun.com stehen Ihnen zwei personalisierte Pläne zur Verfügung: Der kostenlose Starter Run – ideal, um strukturiert in die Vorbereitung einzusteigen – und die ausführliche Finisher Line, ein bezahlter, kompletter Plan, der Sie bis zum Wettkampftag führt.
Beide werden auf Ihr Alter, Ihr Niveau, Ihr Ziel und Ihre gewünschte Anzahl Wochenkilometer zugeschnitten und an die spezifischen Distanzen und den Dennivel des LIWA-LaufEvent angepasst.
Erstellen Sie jetzt Ihren individuellen Plan direkt auf preparun.com, um am 18.04.2027 bestmöglich vorbereitet an der Startlinie zu stehen.
Bereite deinen Lauf in 7 Fragen vor
Der LIWA-LaufEvent ist kein Zufallslauf. Die profilierten Strecken im Schurwald, die Mischung aus Asphalt, Feld- und Waldwegen und die langen Anstiege verzeihen keine improvisierte Vorbereitung. Wenn Sie hier mit Freude finishen oder Ihre Bestzeit angreifen wollen, brauchen Sie einen klaren Plan: strukturierte Einheiten, gezielte Temporeize, Arbeit am Berg und eine saubere Pacing-Strategie. Genau dafür ist ein persönlicher Trainingsplan gemacht: angepasst an Ihr Niveau, Ihr Ziel und Ihre verfügbare Zeit – damit Sie in Lichtenwald mit Selbstvertrauen und Reserven auf die Zielgerade einbiegen.
LIWA-LaufEvent
Meinen personalisierten Trainingsplan für LIWA-LaufEvent erstellen
Um deinen persönlichen Trainingsplan zu erstellen, stellen wir dir 9 Fragen, um dich besser kennenzulernen.
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