KoBoLT – Bonn

KoBoLT

Bonn (53227) 28. November 2026 Trail
Start in
J−96

Infos zum Lauf

KoBoLT bietet 3 Strecken von 73 bis 140 km, am 28. November 2026 in Bonn.

Wichtige Infos zu den Strecken von KoBoLT
Strecke Distanz
73 km 73 km
99 km 99 km
140 km 140 km

Sie sind für den KoBoLT 2026 angemeldet – Glückwunsch. Damit haben Sie sich für eines der charakteristischsten Ultratrail-Erlebnisse auf dem Rheinsteig entschieden. Spätherbst, lange Nachtstunden, schmale Pfade über Rhein und durch die Wälder von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Diese Strecke belohnt kluge Vorbereitung und ruhige Planung.

Der KoBoLT ist ein privat organisierter Ultratrail entlang des Rheinsteigs, durchgeführt vom Team KoBoLT als Wettkampf „unter Freunden“ in Teilautonomie. Alle drei Distanzen – der KoBoLT 140 km, der Kleiner KoBoLT 99 km und der Auge um Auge KoBoLT 73 km – sind als UTMB Index Race klassifiziert und führen Sie auf zertifizierten Trails durch die romantischen Rheinlandschaften.

KoBoLT parcours & Profil: was Sie erwartet

Alle Läufe verlaufen komplett auf dem Rheinsteig, durchgängig mit dem blau-weißen Rheinsteig-Symbol markiert. Der Charakter: viele Singletrails, wurzelige Waldpfade, steile Auf- und Abstiege, teils felsige Passagen und immer wieder kurze, giftige Rampen. Der Untergrund wechselt zwischen festen Waldwegen und bei Nässe sehr rutschigem, schlammigem Boden.

  • KoBoLT 140 km: Start in Koblenz-Ehrenbreitstein (Holzaussichtsturm auf dem BUGA-Gelände neben der Festung), Ziel in Bonn (Jupp-Gassen-Halle). Offizielle Angabe für 2026: ca. 4.440 Höhenmeter, sehr lange Nachtphase, vier bemannte Verpflegungspunkte und strenge Pflichtausrüstung.
  • Kleiner KoBoLT 99 km: Start in Rengsdorf (Wald-Grillplatz), ebenfalls Ziel in Bonn. Über 3.360 Höhenmeter, maximale Zielzeit 24 Stunden – ein fordernder 100K-Index-Lauf mit vielen technisch anspruchsvollen Anstiegen.
  • Auge um Auge KoBoLT 73 km: Start direkt an der Jupp-Gassen-Halle in Bonn, mit rund 2.800 Höhenmetern und einem engen Zeitlimit von 13–14 Stunden.

Die Höhendifferenz verteilt sich nicht auf wenige „Schlüsselanstiege“, sondern auf eine Vielzahl kurzer, steiler Wellen. Das bedeutet: ständiger Rhythmuswechsel, viel Gehpassagen bergauf, konzentriertes Laufen bergab – besonders bei Dunkelheit. Ein Großteil der langen Distanzen findet in der Nacht statt, denn der Start für den K140 erfolgt um 11:00 Uhr, für den K99 am Nachmittag, während der K73 teils als Nachtlauf beginnt.

Vorbereitung und plan d'entraînement für KoBoLT

Für den KoBoLT reicht es nicht, einfach „ein paar lange Läufe“ zu machen. Die Kombination aus Distanz, Höhenmetern, technischem Terrain und Spätherbstbedingungen verlangt einen durchdachten Plan d'entraînement, der Ausdauer, Kraft, Technik und mentale Stabilität systematisch verbindet.

Über 10–14 Wochen sollten Sie Ihre Vorbereitung strukturieren und die Schwerpunkte je nach gewählter Distanz setzen:

  • Grundlagenausdauer: 1–2 lange Läufe pro Woche (für K73 bis ~4 h, für K99 bis ~6 h, für K140 bis ~8 h), meist im ruhigen Tempo. Ziel: Sie können lange Zeit in komfortablem Pulsbereich unterwegs sein.
  • Höhenmeter-Training: gezielte Bergintervalle (z.B. 5–8 × 3–5 Minuten bergauf, bergab kontrolliert traben) und „Vertical Days“ mit vielen Auf- und Abstiegen. Wichtig ist die technische Sicherheit bergab.
  • Nacht- und Stirnlampenläufe: mindestens 2–3 Trainingseinheiten in der Dunkelheit, ideal auf Trails. So gewöhnen Sie sich an begrenztes Sichtfeld, Schatten und die mentale Herausforderung der Nacht.
  • Kraft und Stabilität: 2 kurze Sessions pro Woche mit Fokus auf Rumpf, Hüfte und Sprunggelenke, um in den Wurzel- und Felspassagen stabil zu bleiben.
  • Ernährungsproben: lange Läufe nutzen, um Energiezufuhr (Gels, Riegel, Flüssigkeit) zu testen – denn die Verpflegungspunkte sind begrenzt, und Sie laufen in Teilautonomie.
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Ihr plan d'entraînement sollte außerdem die jeweiligen Zielzeit-Limits berücksichtigen: Bis zu 29 Stunden für den K140, 24 Stunden für den K99 und rund 13–14 Stunden für den K73. Das bedeutet, dass Sie nicht nur die Distanz „schaffen“, sondern sie in einem Tempo laufen müssen, das Ihnen Sicherheitsreserven lässt. Planen Sie in Ihrem Training bewusst „Zeit auf den Beinen“ ein: sehr lange, langsame Einheiten, teilweise mit Gehpassagen, um die Muskulatur an die Dauerbelastung zu gewöhnen.

Ein praktischer Ansatz: Bauen Sie jede zweite Woche eine „Belastungswoche“ mit deutlich mehr Umfang und Höhenmetern ein, gefolgt von einer leichteren Woche mit reduziertem Volumen. So können Sie den Reiz setzen, ohne Verletzungen zu riskieren – wichtig, wenn Sie Beruf, Familie und Training kombinieren wollen.

KoBoLT spezifisch vorbereiten: Terrain, Taktik, Ernährung

Der KoBoLT lebt von seinem Terrain. Um sich gezielt vorzubereiten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Charakteristik des Rheinsteigs:

  • Technische Downhills: Viele Abschnitte sind schmal, schieferig, mit Wurzeln und Stufen. Trainieren Sie bergab in bewusster Kontrolle: kürzerer Schritt, stabile Rumpfhaltung, Blick 2–3 Meter voraus.
  • Steile Anstiege: Stockeinsatz ist erlaubt, aber mit klarer Regel: Entweder die gesamte Strecke mit Stöcken oder komplett ohne – kein Aufnehmen oder Abgeben unterwegs. Üben Sie Berggehen mit gleichmäßigem Stockeinsatz, um Ihre Rücken- und Armmuskulatur vorzubereiten.
  • Nacht und Wetter: Laut Ausschreibung können die Bedingungen tagsüber bei 6–8 °C und nachts bei 2–4 °C liegen, mit Wind und Regen. Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip und testen Sie Ihre Regenjacke und Handschuhe im Training.
  • Teilautonomie: Die Verpflegungspunkte sind bewusst spärlich gesetzt. Sie müssen Ihre Energiezufuhr selbst planen und mitführen. Trainieren Sie, mit Rucksack, Softflasks oder Flaschen und eigener Verpflegung zu laufen.

Taktisch ist Zurückhaltung zu Beginn entscheidend. Die ersten Kilometer, besonders beim K140 ab Koblenz und beim K99 ab Rengsdorf, verleiten zu einem zu schnellen Start. Erfahrungsgemäß kommt der echte „Preis“ der frühen Übermut-Kilometer in der zweiten Nacht oder auf den letzten 20 Kilometern. Ihr plan d'entraînement sollte daher auch das Laufen im „Ultra-Tempo“ üben: langsamer als Ihr Marathon- oder Halbmarathontempo, mit bewusst niedrigem Puls.

Wettkampfernährung

Am Wettkampftag macht deine Ernährung den Unterschied

Vor, während und nach dem Lauf: Ein persönlicher Ernährungsplan ist ergänzend zu deinem Trainingsplan erhältlich

Praktische Infos für Ihren KoBoLT 2026

Alle Teilnehmer treffen sich am Samstag in der Jupp-Gassen-Halle / Gottfried-Kinkel-Realschule (Kinkelstraße) in 53227 Bonn. Dort erhalten Sie Ihre Startunterlagen, geben Zielgepäck und Dropbags ab und können duschen, umziehen und sich nach dem Lauf versorgen. Parken ist am Bonner Bogen empfohlen.

  • Startzeiten (Stand Reglement): KoBoLT – Ausgabe der Unterlagen ab 8:00 Uhr, Briefing 9:00 Uhr, Busabfahrt 9:15 Uhr, Start 11:00 Uhr. Kleiner KoBoLT – Unterlagen ab 11:00 Uhr, Briefing 12:15 Uhr, Busabfahrt 12:45 Uhr, Start 14:00 Uhr. Auge um Auge KoBoLT – Unterlagen ab 23:00 Uhr, Briefing 23:45 Uhr, Start 00:00 Uhr.
  • Zielorte: Alle drei Läufe enden in Bonn in der Jupp-Gassen-Halle.
  • Teilnehmerbegrenzung & Zeitlimits: Kleine Starterfelder (ca. 40–65 Läufer je Strecke) und maximale Zeiten von 13/24/29 Stunden.
  • Pflichtausrüstung: Stirnlampe mit Ersatzbatterien, wetterfeste Kleidung, Rettungsdecke, Verpflegung für Teilautonomie – Details entnehmen Sie bitte direkt dem Reglement.

Für aktuelle Informationen, Reglement, Pflichtausrüstung und mögliche Änderungen der Zeitlimits lohnt sich der Blick auf die offizielle Webseite kleiner-kobolt.de sowie auf die Eventseite bei Ahotu.

Wenn Sie Ihren KoBoLT mit einem strukturierten, realistischen plan d'entraînement angehen, wird dieser Ultratrail entlang des Rheins zu einem tiefen, positiven Erlebnis. Spüren Sie die Mischung aus Ruhe, Geschichte und Natur zwischen Koblenz und Bonn – Schritt für Schritt, gut vorbereitet und im eigenen Rhythmus.

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Gut zu wissen

Wichtige Streckenfakten für Ihr Training

Der KoBoLT ist kein „normaler“ Ultra. Er verlangt Ihnen auf allen Distanzen viel ab – körperlich wie mental. Ihr Training sollte diese Besonderheiten gezielt abbilden.

  • 73 km – Auge um Auge KoBoLT: ca. 2.800 Hm, Trails hin und zurück auf dem Rheinsteig rund um Bonn, viele giftige Anstiege und technisch fordernde Abstiege auf vergleichsweise kurzer Distanz.
  • 99 km – Kleiner KoBoLT: ca. 3.360 Hm, durchgehend Rheinsteig, deutlich länger „auf den Beinen“, dazu noch mehr Höhenmeter-Stau in kurzen Wellen – der Klassiker für alle, die 100 km auf technischem Untergrund bestehen wollen.
  • 140 km – KoBoLT: ca. 4.440 Hm auf einer sehr langen, mental harten Strecke; vier Verpflegungspunkte, viel Nacht, viel Einsamkeit – Sie müssen über sehr lange Zeit Ihren Rhythmus halten können.

Entscheidend: Die Höhenmeter kommen in vielen kurzen, steilen Wellen, nicht in wenigen langen Anstiegen. Sie brauchen daher weniger „Alpen-Power“, sondern vor allem Wiederholbarkeit: immer wieder hoch, immer wieder runter. Im Training unbedingt simulieren.

Mögliche Wetterbedingungen Ende November im Raum Bonn

Ende November am Rhein bedeutet: ungemütlich, wechselhaft, manchmal gnadenlos. Perfekt für einen echten Ultratrail – wenn Sie vorbereitet sind.

  • Temperaturen: typischerweise um 3–8 °C, nachts häufig im Bereich um den Gefrierpunkt, gefühlt kälter durch Feuchtigkeit und Wind (insbesondere in den Rheinlagen und auf freien Höhen).
  • Niederschlag: hohe Wahrscheinlichkeit für Regen oder Nieselregen, der sich über Stunden zieht. Der Boden weicht auf, die Trails werden schmierig und rutschig.
  • Boden-/Luftfeuchtigkeit: Viele Waldpassagen, Rhein-Nähe, teils Nebel. Das fühlt sich klamm an, selbst wenn es nicht stark regnet.
  • Wind: Auf den Höhenzügen und offenen Passagen kann Wind Ihre gefühlte Temperatur deutlich senken – Windchill nicht unterschätzen.

Konsequenz für Ihr Training: Sie sollten in der Vorbereitung bewusst bei schlechtem Wetter laufen. Regen, Kälte, Wind. So testen Sie Kleidung, Rucksack, Stirnlampe und Ihre mentale Reaktion auf echte KoBoLT-Bedingungen.

Untergrund und technische Anforderungen – was Ihr Körper können muss

Der Rheinsteig ist wunderschön. Und gleichzeitig gnadenlos ehrlich. Er zeigt Ihnen jede Schwäche in Koordination, Kraft und Konzentration.

  • Singletrails mit Wurzeln, Steinen, Stufen. Oft schmal, mit Hanglage: ein Fehltritt kann Tempo und Sicherheit kosten.
  • Schieferiger Untergrund: lose Steine, rutschig bei Nässe – Knöchelstabilität und kräftige Füße sind Pflicht.
  • Steile, kurze Rampen, bergauf wie bergab: Sie bringen den Puls hoch und beanspruchen massiv Ihre Oberschenkel.
  • Rutschiger Waldboden bei Nässe: bergab ist Vorsicht und Technik gefragt; zu harte Schuhe oder schlechtes Profil kosten Sicherheit.

Für Ihr Training heißt das:

  • Regelmäßig technische Downhills üben: kurze Schritte, aktiver Fußaufsatz, Blick 2–3 Meter voraus, nicht direkt vor die Zehen.
  • Bergauf-Gehen trainieren, nicht nur laufen: Sie werden einen großen Teil der Anstiege gehen – effizient gehen will gelernt sein.
  • Gezielt Exzentrik (Bremsarbeit) für die Oberschenkel stärken – sonst brennen die Beine schon weit vor dem Ziel.
  • Koordination und Fußmuskulatur fördern: Waldwege, Wurzeltrails, auch mal bewusst langsam und technisch laufen.

Ravitaillements & Teilautonomie – so planen Sie Ihre Versorgung

Der KoBoLT ist als Lauf in Teilautonomie konzipiert. Das prägt Ihr Training und Ihre Rennstrategie.

  • K140: Nur etwa vier bemannte Verpflegungspunkte auf der gesamten Distanz.
  • K99: Drei Verpflegungspunkte.
  • K73: Zwei Verpflegungspunkte.

Das bedeutet:

  • Sie müssen zwischen den VP mehrere Stunden eigenständig versorgt bleiben.
  • Sie sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit tragen können (Flaschen oder Trinkblase). Dies ist auch in den offiziellen Regeln so vorgesehen.
  • Eigene Gels, Riegel, ggf. salzige Snacks sind kein Bonus, sondern notwendig.
  • Sie sollten im Training testen, was Ihr Magen bei Kälte + Anstrengung + langer Dauer gut verträgt.

Für Ihr Training bietet sich an:

  • Lange Läufe mit Rucksack und voller Ausrüstung – so, wie Sie voraussichtlich am Renntag unterwegs sind.
  • bzw. „VP-Simulationen“: Start mit vollem Rucksack, nach 2–3 Stunden kurze Pause mit vorbereiteter Verpflegung, dann weiterlaufen – wie zwischen zwei echten Verpflegungspunkten.
  • Gezielt essen und trinken nach Zeitplan, nicht nach Durst oder Hunger. Gerade nachts lässt das Durstgefühl nach.

Mögliche Pacemaker / Pacer & Begleitung

Der KoBoLT ist ein privat organisierter Ultra „unter Freunden“. Klassische Meneurs d’allure mit festen Zielzeiten werden erfahrungsgemäß nicht gestellt. Ihr Tempo müssen Sie selbst finden und halten.

Für Ihr Training heißt das:

  • Üben Sie, Tempo nach Gefühl zu laufen, nicht nach Gruppe.
  • Trainieren Sie, Ihr eigenes Energie- und Müdigkeitsmanagement wahrzunehmen: Wann müssen Sie rausnehmen, wann können Sie nachlegen?
  • Wenn im Reglement Pacer oder Begleitung erlaubt oder verboten sind, sollten Sie dies vorab prüfen – und Ihr mentales Setup darauf ausrichten (eher allein als im „Pulk“ unterwegs).

Streckencharakter je Distanz – worauf Sie sich speziell einstellen sollten

73 km – Auge um Auge KoBoLT

  • Kernanforderung: Intensiver, kompakter Ultra mit viel Höhenmetern auf relativ kurzer Distanz.
  • Start in der Nacht: Sie laufen von Beginn an im Dunkeln, Müdigkeit ist eher mental als körperlich – und Kälte ist sofort da.
  • Rhythmus: Viele kurze Anstiege; Puls hoch – runter – hoch – runter. Ihr Körper braucht Wechselresistenz.
  • Schlüssel im Training:
    • Mehrere Einheiten mit hoher Hm-Dichte (z.B. viele Wiederholungen eines kurzen Anstiegs).
    • Trail-Nachtläufe bis 3–5 Stunden.
    • Training, bei dem Sie bewusst „von Anfang an nicht überziehen“, obwohl Sie sich frisch fühlen.

99 km – Kleiner KoBoLT

  • Kernanforderung: Kombination aus großer Distanz und vielen Höhenmetern, dazu eine lange Nachtphase.
  • Belastungsdauer: Sie sind bis zu 24 Stunden unterwegs – der Tag-Nacht-Tag-Wechsel fordert Ihren Biorhythmus.
  • Verpflegung: Nur drei VP – Sie brauchen eine sehr klare Strategie für Kalorien, Salz und Flüssigkeit.
  • Schlüssel im Training:
    • Lange Läufe mit viel „time on feet“, auch mit Gehpassagen.
    • Back-to-back-Einheiten (z.B. langer Lauf + mittellanger Lauf am Folgetag), um Ermüdung zu simulieren.
    • Gezielte Nachtpassagen im Training, evtl. eine Einheit, die in die Nacht hinein oder aus der Nacht heraus läuft.

140 km – KoBoLT

  • Kernanforderung: Extreme Dauer, wenig VP, lange Nacht, mentale Tiefe – hier entscheidet weniger das Tempo als Ihre Robustheit.
  • Vier Verpflegungspunkte: Längere Abschnitte komplett in Eigenverantwortung. Fehlplanungen rächen sich brutal.
  • Mentale Phasen: Sie werden Hochs und Tiefs durchlaufen – oft mehrfach.
  • Schlüssel im Training:
    • Sehr lange Einheiten (zu Fuß), gern auch kombiniert mit Wandern, um Ihnen das Gefühl von „ewig unterwegs“ zu geben.
    • Übung, sich bei Tiefs selbst wieder aufzubauen (Musik, Mantras, Mini-Ziele zwischen Ortsschildern, etc.).
    • Bewusste Tests Ihrer Ausrüstung und Ernährung über 8–10 Stunden am Stück.

Material: Was Sie für den KoBoLT unbedingt einplanen sollten

Die Pflichtausrüstung ist klar geregelt, aber für ein sinnvolles Training und einen sicheren Lauf sollten Sie darüber hinaus einige Punkte beachten.

Schuhe

  • Trail-Schuhe mit gutem Profil: Speziell auf nassem Waldboden und schieferigem Untergrund sind Grip und Seitenhalt entscheidend.
  • Genug Dämpfung für viele Stunden, aber nicht so weich, dass Sie im technischen Downhill „schwimmen“.
  • Wenn möglich, ein Paar im Training bei vergleichbaren Bedingungen komplett „KoBoLT-tauglich“ einlaufen.

Kleidung

  • Zwiebelprinzip: Baselayer (am besten synthetisch oder Merino), isolierende Zwischenschicht, leichte, aber wirklich wasserdichte Regenjacke.
  • Handschuhe und Mütze/Stirnband: Unverzichtbar in der Nacht – kalte Finger machen den Umgang mit Stöcken, Reißverschlüssen und Verpflegung schwer.
  • Für K140 und K99: optional zweites trockenes Oberteil im Dropbag (sofern zugelassen), um ein Auskühlen an den VP zu vermeiden.

Stirnlampe & Licht

  • Leistungsstarke Stirnlampe mit Ersatzbatterien oder zweitem Akku (Pflicht laut Reglement).
  • Für K140 und K99 ist ein Ersatzlicht (Backup-Lampe) sinnvoll, falls das Hauptlicht ausfällt.
  • Im Training mindestens einige Läufe vollständig im Lampenlicht absolvieren, um Tiefe, Schatten und das eingeschränkte Sichtfeld zu gewöhnen.

Stöcke

  • Der Einsatz von Stöcken ist erlaubt, aber mit der Besonderheit: entweder komplett mit Stöcken, oder komplett ohne – kein Abgeben oder Aufnehmen unterwegs.
  • Im Training unbedingt das Berggehen mit Stöcken üben: Arme, Rücken und Rumpf müssen auf die Zusatzarbeit vorbereitet sein.
  • Achten Sie auf eine Technik, bei der die Stöcke Sie entlasten, nicht ausbremsen.

Rucksack & sonstige Pflichtausrüstung

  • Ein bequem sitzender Trailrucksack, in den Pflichtausrüstung plus Verpflegung passen, ohne zu wackeln.
  • Mindestens 1,5 l Flüssigkeit transportierbar.
  • Rettungsdecke, Regenjacke, Stirnlampe, Handy etc. – all das sollten Sie in mehreren Läufen getestet haben.
  • Alles, was Sie am Renntag tragen, sollte im Training bereits bewährt sein – keine Experimente in der KoBoLT-Nacht.

Spezielle Trainingssituationen, die Sie simulieren sollten

  • Laufen im „KoBoLT-Tempo“: Deutlich langsamer als Ihr Wettkampftempo beim Marathon oder Halbmarathon; Puls niedrig, Atmung kontrolliert. Das sieht oft „zu langsam“ aus, ist aber genau richtig.
  • Müdigkeit und Schlafentzug: Besonders für K140 und K99 sinnvoll, einmal eine Einheit mit Start sehr früh am Morgen oder spät am Abend zu machen, um müde zu starten oder in die Müdigkeit hinein zu laufen.
  • Kälte + Regen + Dunkelheit: Mindestens ein längerer Lauf (3–6 Stunden) unter möglichst widrigen Bedingungen. Danach wissen Sie, wie Ihre Handschuhe, Jacke, Stirnlampe und Schuhe wirklich funktionieren.
  • Magen unter Stress: Lange Läufe mit geplanter Energiezufuhr (z.B. alle 30–40 Minuten etwas essen), um „race nutrition“ zu routinieren.

Mentale Vorbereitung – das unsichtbare Werkzeug im Rucksack

Der KoBoLT berührt. Er fordert. Und genau deshalb bleibt er so tief in Erinnerung. Ihre mentale Vorbereitung ist genauso wichtig wie Kilometer und Höhenmeter.

  • Realistische Zielzeiten pro Distanz definieren – mit Sicherheitsreserve.
  • Schwierige Phasen bewusst einplanen: Es wird kalt. Sie werden müde. Manchmal einsam. Wenn Sie das vorher akzeptieren, treffen Sie diese Momente weniger unvorbereitet.
  • Kleine Zwischenziele setzen: bis zum nächsten VP, zur nächsten Ortschaft, zum nächsten Sonnenaufgang.
  • Im Training üben, nach einem Tief „wiederzukommen“: Tempo drosseln, essen, trinken, kurz sammeln – und weiter.

Wenn Sie diese Aspekte in Ihre Vorbereitung integrieren, geben Sie sich selbst die Chance, den KoBoLT nicht nur zu finishen, sondern bewusst zu erleben. Mit Respekt vor der Strecke. Mit Respekt vor sich selbst. Und mit dem wunderbaren Gefühl, etwas richtig Großes gewagt zu haben.

Erwartetes Wetter am Wettkampftag in Bonn

Basierend auf den letzten 10 Jahren (Durchschnittswerte 2016–2025)
🌧️
Regen
am häufigsten
Durchschn. Max.
Extrem 17°
Durchschn. Min.
Extrem -4°
17 km/h
Durchschn. Wind
Böen 60
Wetterhistorie vom 28 November seit 10 Jahren
☀️ 2016
🌧️ 2017
🌧️ 2018
🌧️ 11° 2019
☁️ 2020
🌨️ 2021
🌧️ 2022
🌨️ 2023
🌧️ 2024
🌧️ 2025
Wetterdaten: Open-Meteo / ERA5

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Pace 5:00 min/km
3:00 · Schnell 8:00 · Langsam
Geschätzte Zeit
50:00
Geschwindigkeit
12,0 km/h
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Fragen und Antworten

Der KoBoLT ist ein anspruchsvoller Langdistanz-Trail im Siebengebirge mit langen Anstiegen, technischeren Passagen und zahlreichen Richtungswechseln. Rechnen Sie mit einem deutlich vierstelligem kumulierten Höhenunterschied und teils steilen Auf- und Abstiegen. Studieren Sie vorab die offiziellen GPX-Tracks und das Höhenprofil der Strecke, markieren Sie Schlüsselstellen (längste Anstiege, technischste Downhills) und planen Sie Ihre Verpflegungs- und Tempostrategie passend zu diesen Abschnitten.

Der KoBoLT zählt zur Kategorie „anspruchsvoller Ultratrail“: lange Dauer, kumulierte Höhenmeter, Nachtanteile und oft kühles, nasses Spätherbstwetter. Er richtet sich an erfahrene Trailläufer mit solider Grundlagenausdauer, die bereits Marathon-Distanz oder längere Trails absolviert haben. Wichtig: mehrere Monate spezifisches Training auf Trails, sicheres Laufen mit Stirnlampe, routinierte Energiezufuhr sowie mentale Stärke, um auch in müden Phasen konzentriert und sicher weiterzulaufen.

Für den KoBoLT ist ein klar aufgebautes Ausdauer- und Höhenmetertraining entscheidend: eine wöchentliche lange Einheit im Gelände, regelmäßige Bergläufe (Auf- und Abstieg), und ruhige Grundlagenläufe. Ihre Wettkampf-Pace orientieren Sie eher an Puls und Gefühl als an km-Zeiten: bergauf konsequent gehen oder sehr ruhig laufen, flach und bergab dosiert nutzen, ohne die Beine zu zerstören. Üben Sie dieses Pacing schon im Training auf vergleichbarem Terrain über mehrere Stunden.

Prüfen Sie genau die offiziellen Verpflegungsstellen: Abstände, angebotene Nahrung und Getränke. Dazwischen brauchen Sie eigene Energie (Gels, Riegel, echte Nahrung) und eine zuverlässige Trinklösung (Softflasks, Trinkrucksack). Pflichtausrüstung umfasst meist Stirnlampe, wetterfeste Kleidung, Rettungsdecke und Handy – alles getestet im Training. Organisieren Sie frühzeitig Anreise, Übernachtung und ggf. Begleitung/Support, und planen Sie Kleidung sowie Wechselzeug abgestimmt auf das meist kalte, feuchte Spätherbstklima.

Auf preparun.com finden Sie zwei speziell an den KoBoLT angepasste, persönliche Trainingspläne: den kostenlosen Starter Run, ideal, um strukturiert in Ihre Vorbereitung zu starten, und die umfassende Finisher Line, einen bezahlten Vollplan, mit dem Sie am Wettkampftag wirklich bereit an der Startlinie stehen. Beide Pläne werden individuell nach Ihrem Alter, Niveau, Ziel und Ihren verfügbaren Laufeinheiten pro Woche erstellt und berücksichtigen die Distanzen und den Höhenunterschied des KoBoLT. Erstellen Sie jetzt Ihren Plan direkt auf preparun.com.

Bereite deinen Lauf in 7 Fragen vor

KoBoLT, Spätherbst, Rheinsteig, Nacht, Höhenmeter – diese Kombination verlangt mehr als nur Lauflust. Wer auf den K73, K99 oder K140 startet, braucht einen klaren Plan d'entraînement und eine strukturierte Vorbereitung, sonst wird der Traum schnell zur Leidensgeschichte. Mit einem individuellen, auf Ihre Zeit, Ihr Niveau und Ihren Alltag angepassten Programm können Sie diese besondere Ultratrail-Serie Schritt für Schritt aufbauen, statt zu überziehen. Gönnen Sie sich einen persönlichen Fahrplan bis zum 28.–29. November 2026 – Ihre Beine werden es Ihnen auf den letzten Kilometern danken.

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Jonas Behrens

Artikel geschrieben von :
Jonas Behrens läuft seit über fünfzehn Jahren und kommt aus dem Straßenlauf. Angefangen hat er, um den Stress im Job abzubauen, und schnell hat er im…... weiterlesen
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Jules Patrick Maria Laurene
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